Komm herab, Heiliger Geist !

„Hier herrscht ein guter Geist“,  sagen wir oft, wenn die Stimmung und die Atmosphäre gut  und harmonisch sind. Uns Christen wird an Pfingsten ein ganz besonders   „ guter Geist“ geschenkt, der Heilige Geist.

Der Heilige Geist, die von Gott geschenkte Gabe, ist die  Kraft und Energie,  die uns belebt und antreibt, Gutes zu tun, und die gegenseitiges Verstehen, Frieden  und Achtung  vor der Würde eines jeden Menschen ermöglicht. Er  stärkt in Bedrängnis, Christenverfolgung, Leiden und Krankheit und tröstet in der Trauer.

An Pfingsten feiern wir die Vollendung von Ostern: Gottes Liebe hat sich in der Auferstehung Jesu als mächtig erwiesen. Durch die Taufe sind wir mit Christus verbunden und hinein genommen in das neue Leben . Sein Geist ist uns gegeben, damit wir in der Welt die Liebe Gottes sichtbar  machen. Dafür beschenkt er jeden  und  jede  von uns mit seinen vielfältigen Gaben.

„Komm herab, du Heiliger Geist, der die finstere Nacht zerreißt; strahle Licht in diese Welt; komm, der  jedes Herz  erhellt !“
 
Ihnen allen wünsche ich frohe und gnadenreiche Pfingsten !
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Die Osterbotschaft

Ostern – das ist der Inbegriff der Freude, der Hoffnung, des neuen Lebens! Christus, ist wahrhaft von den Toten erstanden ! Halleluja !

Als Zeugin des auferstandenen Herrn begegnet uns im Evangelium nach Johannes an erster Stelle Maria von Magdala. Sie begab sich in aller Frühe zum Grab Jesu und war überrascht, dass der Stein weggenommen worden war. Sie stellte aber jetzt gleich eigene Nachforschungen an, sondern begab sich zu den Simon Petrus und Johannes, um vom leeren Grab zu informieren. Ihre Vermutung war: „ Man hat den Herrn aus dem Grab weggenommen.“ (Joh 20,2) Wo war der Leichnam Jesu zu finden ?

Jetzt war es Aufgabe dieser beiden Apostel, dies zu verifizieren. Tatsachsächlich fanden sie beim Grab Jesu alles so, wie es Maria von Magdala gesagt hatte. Petrus trat als erster in die Grabkammer ein ; das Grab war leer. Bemerkenswert war aber ein wichtiges Indiz: Die Leinenbinden, mit denen der Leichnam Jesu eingewickelt worden war, lagen getrennt vom Schweißtuch; dieses wiederum lag dort zusammengebunden. Es gab also Zeichen bewusst herbeigeführter Ordnung. Wenn jemand den Leichnam Jesu gestohlen hätte, dann hätte sich der Dieb sicher nicht die Mühe gemacht, das Grab in dieser Weise zu hinterlassen. Wo aber war der Leichnam Jesu jetzt? Diese Frage stellten sich auch die beiden Apostel, obwohl es vom Jünger, den Jesus liebte, heißt: „ Er sah und glaubte.“ (Joh 20,8)

Die darauffolgenden Ereignisse stellten alle menschlichen Vermutungen und Einschätzungen auf den Kopf. Denn Maria von Magdala wurde von Sehnsucht und Traurigkeit zugleich bewegt, beim Grab zu bleiben Sie beugte sich in die Grabkammer hinein und sah zwei Engel in weißen Gewändern dort sitzen, wo der Leichnam Jesu gelegen hatte. Wenig später begegnete sie Jesus, erkannte ihn aber zunächst nicht. Sie meinte, es sei der Gärtner. Erst als Jesus sie mit ihrem Namen „Maria“ rief, erkannte sie den Meister („Rabbuni“). Sie wurde nun vom Herrn selber zu den Aposteln gesandt, um ihnen die frohe Botschaft der Auferstehung zu verkünden. Ihr eigenes Leben und das der Jünger würde sich von jetzt an grundlegend ändern! Denn nichts mehr war so wie zuvor. Das Leben hatte den Tod besiegt. Die Macht der rettenden Liebe Gottes zeigte sich in der Auferstehung Jesu Christi von den Toten.

In der Gemeinschaft mit Jesus wird uns das ewige Leben geschenkt! Wir sind erlöst und befreit; das Böse und der Tod können uns auf Dauer nichts anhaben. Im Brief des Apostels Paulus an die Kolosser werden daher die Christen aufgefordert, ihr Herz zum Himmel zu erheben. Denn nicht mehr die irdischen Güter und Verheißungen sind maßgebend, sondern das Leben in Herrlichkeit, das wir als Glaubende von Jesus Christus empfangen werden.

Ja, gewiss: Das ist ein hoher Anspruch für unser Leben und zugleich eine wunderbare Verheißung. Ostern als Hochfest der Auferstehung Jesu ist eine Einladung an uns alle, den Lebensweg in Einheit mit ihm zu gehen. Er führt uns durch sein heiliges Kreuz und Leiden zur Herrlichkeit der Vollendung, zur Teilnahme an seiner Auferstehung.

„ Lasst uns das Leben feiern!

Denn: Das Licht hat die Nacht überwunden.

Die Freude hat die Traurigkeit verjagt.

Die Liebe war stärker als der Hass.

Das Leben hat den Tod besiegt. „

(Gisela Baltes)

Allen frohe und gesegnete Ostern !
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Geistliches Wort - Gottes- und Nächstenliebe sind untrennbar

Geistliches Wort


von Monsig. Ortwin Gebauer M.A.

 

Gottes- und Nächstenliebe sind untrennbar. Die Liebe zum Nächsten ist Zugang zu Gott, und die Liebe zu Gott verweist uns auf unseren Nächsten.

Im Evangelium zitiert Jesus das „Sch’ma Israel“ – „Höre Israel“; Du sollst den Herrn, Deinen Gott, lieben und Deinen Nächsten wie Dich selbst. Dieses Grundgebet des Judentums ist auch für uns Christen ein zentraler Grundsatz: Deshalb hat sich die Kirche zu allen Zeiten den Bedürftigen und Notleidenden zugewandt.

Auch wir heute sind dazu berufen, unseren Glauben in Werken der Nächsten-liebe zu bezeugen. In den caritativen Berufen geben Menschen auf vielfältige Weise dieser Berufung ein Gesicht. Dabei geht es nicht nur um professionelle Hilfe – so wichtig diese ist. Es kommt vor allem auf den Geist an, in dem dieser Dienst ausgeübt wird. Wo auch immer sich Christen ehren- und hauptamtlich anderen Menschen zuwenden, geht es darum, dass man in ihnen Jesus Christus begegnet. Damit geben sie ein Zeugnis für die Liebe Gottes zu den Menschen.

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